Spendenaufruf- Drachenboot

14.03.2013

Ein Drache namens Vincenza….

Die Stiftung St. Vincenz emanzipiert sich und dies durch-aus im doppelten Sinne: Denn zum Einen wird die Einrichtung nach den Worten ihres Vorsitzenden Erwin Reuhl ihren Blickwinkel für spannende Förderprojekte künftig etwas weiter fassen als bisher, zum Anderen ist das aktuelle Projekt nicht nur Beispiel für eine durchaus ungewöhnliche Initiative im Kontext eines Krankenhauses, sondern gleichzeitig auch der weibliche Gegenpart zum Namenspatron der Stiftung: Vincenza heißt das sog. Drachenboot, in Anlehnung an den eigentlichen Namensgeber der Stiftung, den Heiligen Vincenz von Paul, der auch Namenspatron der Limburger Klinik ist.
Mit dem Kauf des Drachenboots unterstützt die Stiftung eine wichtige Aktivität des Brustzentrums St. Vincenz: Im Rahmen des Seminarprogramms „Brustkrebs bewegt“ kooperiert das Team unter Chefarzt Dr. Peter Scheler seit zwei Jahren mit dem Kanuclub Limburg. Pinkpaddeln* heißt das Programm, das nicht nur betroffene, betreuende und sympathisierende Frauen in ein Boot bringt, sondern gleichzeitig auch ein entscheidender Beitrag ist, durch regelmäßige körperliche Aktivitäten die Lebensqualität der Brustkrebspatientinnen zu verbessern.
Seiner chinesischen Provenienz entsprechend wurde das Boot mit sehr besonderen Ritualen an der Anlegestelle des Kanuclubs Limburg an der Lahn seiner Bestimmung übergeben. Chefarzt Dr. Peter Scheler und Stiftungsvorsitzender Erwin Reuhl durften die Hörner des Drachens mit roter Farbe bemalen, Ivonne Gros, die die Geschicke und Aktivitäten der Stiftung federführend koordiniert und organisiert, öffnete dem Tier symbolisch die Augen –Rituale, die den Drachen quasi zum Leben erwecken und gleichzeitig Erfolg und Glück versprechen sollen. Kanuclub-Vorstandsmitglied Rolf Brilatus - stilgerecht im chinesischen Kampfanzug – fütterte das Tier mit einer Möhre, wohl um einen Vegetarier aus ihm zu machen. Und auch eine Behandlung mit Säbel und Räucherstäbchen gehörten zu der humorvollen Zere-monie, ebenso wie die Taufe mit echtem Lahnwasser, die das in hessischen Gefilden eher ungewöhnliche See-ungeheuer über sich ergehen lassen musste. Dement-sprechend gezähmt glitt das Untier dann ganz friedlich in die Lahn und setzte in drei Probefahrten seine Besatzung sicher über die Wasser bis fast nach Dietkirchen und zurück.
Bei aller Offenheit für die asiatische Tradition durfte aber im Schatten des Domes natürlich auch der christliche Aspekt nicht fehlen: Dompfarrer Gereon Rehberg taufte das Drachenboot auf den Namen Vincenza und segnete es mit einfühlsamen Worten für seine ganz besondere künftige Bestimmung. Auch er liess sich eine Probefahrt nicht entgehen… Platz bietet das Drachenboot zehn Paddlerinnen, zudem ist noch Platz für eine Steuerfrau und eine Trommlerin vorgesehen.
* Aus zahlreichen Studien rund um die Erkrankung Brustkrebs weiß man: Sport und Bewegung erhöhen körperliche Leistungsfähigkeit und Körperwahrnehmung, stärken die Abwehrkräfte des Immunsystems und steigern Lebenszuversicht, Vitalität und Kommunikation. Insbesondere Sportmediziner haben dabei herausgefunden, dass insbesondere auch das Paddeln eine positive Wirkung auf die Gesundheit brustoperierter Frauen hat. So können sich bei einem speziellen Trainingsprogramm beispielsweise Lymphödeme verringern oder auch komplett vermieden werden. 1996 hatte der Sportmediziner Dr. Don McKenzie vor diesem Hintergrund in Kanada das Projekt „Paddeln gegen Brustkrebs“ initiiert. Das kanadische Paddel-Projekt, auch Pinkpaddeln genannt, kam in Anlehnung an eine mittlerweile weltweite Aktion vor vier Jahren aus Kanada nach Deutschland. Die Wiesbadener Kanu- und Drachenboot-Trainerin Hannelore Braselmann hatte die Aktion dort kennengelernt und die Bewegung zunächst nach Deutschland und vor zwei Jahren auch nach Lim-burg gebracht.

 

Fotoserien

Fotoalbum Benefizkonzert 2013
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Fotoalbum Spendenaufruf- Drachenboot
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